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Schimmelpilze in Wohnungen

 

Schimmelpilze – Allgemein

Schimmelpilze sind ubiquitär, d.h. in der Außenluft allgegenwärtig, und bevorzugen artgerechte Substrate. Bestimmte Spezies siedeln sich ausschließlich auf Lebensmitteln an, andere sind auf Baustoffen dominant vertreten. 

Zur Schimmelpilzbildung kann es bereits kommen, wenn höhere Luftfeuchtigkeiten auftreten. Eine genaue Grenze kann dabei allerdings nicht gezogen werden, weil auch die Häufigkeit der erhöhten Feuchte und andere Faktoren des Raumklimas (z.B. Staubanteil) wichtige Kenngrößen darstellen. Aus den Erfahrungen und bisherigen Veröffentlichungen können aber folgende Aussagen abgeleitet werden:


Ursache des zunehmenden Schimmelpilzbefalls ist immer erhöhte Luft- und/ oder Materialfeuchte, die in der Regel durch falsches Lüftungsverhalten, durch sporadische Wasserschäden oder Bauschäden, durch fehlende Gebäudeunterhaltung und -instandsetzung, durch Neubaufeuchte oder durch Beschichtungen mit fehlender oder unzureichender Wasserdampfdiffusionsfähigkeit.

Die Ermittlung der Ursachen werden auf der folgenden Seite erläutert: Ursachen von Schimmelbildungen.





Schimmelpilz tritt bereits auf, wenn sich die Temperatur von Bauteilen der Taupunkttemperatur nähert und diese Annäherung eine Temperaturdifferenz von 3 Kelvin unterschreitet.

Biologische Untersuchungen haben ergeben, dass Schimmelpilze bereits bei einer 
relativen Luftfeuchtigkeit von 70% existieren können, wenn häufig die Luftfeuchte von über 85% überschritten wird. An der Innenseite einer Außenwand herrscht eine relative Luftfeuchtigkeit von 70% bereits bei einer relativen Luftfeuchtigkeit der Innenluft von 50%.

Das kritische Niveau für das Wachstum von Milben als eine mögliche Voraussetzung  
für Schimmelpilzbildung ist bereits bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von 50% erreicht, wobei das größte Wachstum bei einer Temperatur von 20 bis 25°C und einer relativen Luftfeuchtigkeit von 75% auftritt. Die Schimmelentstehung kann auch schon bei 4-5°C erfolgen. 

Die meisten Schimmelpilzarten gedeihen am besten bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von 80% und einer Temperatur von über 20°C. Deshalb kann man sie bevorzugt in dauerfeuchten Ecken, im Bad, an Duschvorhängen und dauerelastischen Fugen beobachten. Doch genauso treten sie heute häufig an Wänden, neben Fenstern, hinter Schränken und Fußleisten auf. Ursache ist dann in der Regel eine hohe relative Luftfeuchtigkeit, die zur Innenkondensation an (relativ zur Raumluft) kälteren Stellen führt. Das Kondensat schafft dann die Basis für das Wachstum der Pilze.